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Duomo di Amalfi

Particolare del Duomo

Archi del Duomo

 

Amalfi

Amalfi ist eine der bezaubernsten Städte der Küste von Amalfi.
Ihre Schönheit zeigt sich in ihrer Geschichte und Kunst ebenso wie in ihren Traditionen und dem Klima.

Eine Legende aus dem Jahr 533 erzählt die Geschichte von einer sehr schönen Frau, genannt Amalfi, die an diesem Ort begraben liegt. Ihr Liebhaber, Herkules, gründete zu Ehren ihrer großen Liebe eine Stadt, die heute ihren Namen trägt - Amalfi.

Amalfi

Amalfi blickt auf eine lange Geschichte zurück. Vom 9. bis ins 11. Jahrhundert war sie eine Republik, dessen Gebiet sich bis zur Grafschaft von Neapel erstreckte. Im 10. Jahrhundert wurde die Stadt Dank ihrer starken Flotte zu einer großen wirtschaftlichen Macht. Sie knüpfte Kontakte mit den Häfen von Alexandria in Ägypten, Tripoli, Konstantinopel, Genua und Pisa.

Die Amalfitaner waren ein arbeitsames Volk. Ihr Reichtum spiegelt sich bis heute in den prunkvollen Kirchen und Klosteranlagen. Diese Kunstwerke bezeugen auch die Einflüsse verschiedener Kulturen mit denen die Amalfitaner Kontakt hatten.

Die "Tabula Amalphitana" war das Seenavigationsgesetz von Amalfi, welches von vielen anderen Seestaaten übernommen wurde. Flavio Gioia, eine der berühmten Persönlichkeiten von Amalfi, ist der Erfinder des Kompass. Dieses Navigationsinstrument bleibt trotz aller technischer Neuerungen eines der zuverlässigsten Seefahrtinstrumente.

Das Jahr 1137 beendete die florierende Entwicklungsphase von Amalfi. Eine Zeit geprägt von Invasionen, Naturkatastrophen und Pestepidemien brach an, welche die Bevölkerung dazu zwang sich wieder der Landwirtschaft und dem Handwerk zu widmen. Zwischen dem Ende des 12. und dem Anfang des 13. Jahrhunderts verbesserten Amalfis Seefahrer weiter den Kompass und man stellte Papier nach einem Verfahren aus der arabischen Welt in industriellen Mengen her.

Nochmals sollte sich die Lage der Bevölkerung von Amalfi verschlechtern. Während des Krieges zwischen den Agioinen und den Aragoniers wurde die amalfische Flotte konfisziert. Der harte Konkurrenzkampf mit den katalanischen Händlern um die Kontrolle über das Gebiet des Tirreno, die Seuchenausbrüche von 1306 und 1348 und der dramatische Seesturm von 1343, welcher den Hafen zerstörte, warfen die Amalfitaner in ihrer Entwicklung stark zurück. Von 1392 bis 1583 stand Amalfi unter Feudalherrschaft.

In der Zeit der Romantik kam durch viele ausländische Reisende der Tourismus nach Amalfi. Dieser ist bis heute die Haupteinnahmequelle der Region.

Um die künstlerischen Schätze von Amalfi erleben zu können, sollte Sie einen Aufenthalt von mindestens einigen Tagen einplanen. Sie können Ihre Erkundung der Stadt auf dem Platz mit dem Denkmal von Flavio Giaia beginnen. Nur einige Schritte weiter sehen Sie das alte Arsenal, wo die Amalfitaner ihre legendären Schiffe bauten.

Porta della Marina ist eines der Stadttore und führt zu Piazza dei Calzolai und Piazza del Duomo. Auf dem letzteren steht der Brunnen von S. Andrea Apostolo, 1760 erbaut. Das Gebäude in dem während des Mittelalters die Adligen von Amalfi und der Kommandant der amalfitanischen Flotte residierten, befindet sich ebenfalls auf diesem Platz. Der Kommandant der Flotte hatte die ehrwürdige Aufgabe die "Tabula Amalphitana" zu schützen.

Die Kathedrale von Amalfi ist das Zeugnis der Verschmelzung unterschiedlicher künstlerischer Einflüsse durch die Jahrhunderte. In der Mitte des 11. Jahrhunderts beschlossen die Amalfitaner eine neue Kathedrale zu errichten. Diese sollte die bereits existierende Frauenkirche mit einbeziehen. Nach dem Konzil von Trent wurden die beiden Kirche wieder getrennt. Um die Umbauspuren zu verdecken, wurden verschiedenen Ornamente angebracht. Die Restaurierung von 1961 brachte auch die Verschmelzung des Baus aus Kirche und Moschee wieder hervor. Die Baugeschichte der Kathedrale erzählt nicht nur ihre eigene Entwicklung sondern auch die Geschichte ihrer Stadt. Man kann zum Beispiel unterhalb des Eingangs der Kathedrale das alte Stadtgefängnis sehen.

Linkerhand der Kathedrale befindet sich das Paradieskloster. Früher war es der Friedhof der noblen Bürger der Stadt. Eine architektonische Besonderheit des Klosters sind die überlappenden Bögen, welche eine Verbindung aus dem romanischen und amalfischen Stil darstellen. Die älteste Kirche der Stadt, die Kreuzkirche, ist der Empfängnis und den Heiligen Cosimo und Damian gewidmet. Sie befindet sich in der Nähe des Klosters.

Der Glockenturm der Kathedrale wurde zwischen 1180 und 1276 errichtet. Im unteren Teil dominieren romanische Bauelemente, während im oberen Teil arabische Einflüsse sichtbar sind. Vor allem auf die spitzbogigen Fenster und die majolischen Bögen ist hinzuweisen. Das Mosaik im Tympanon von Domenico Morelli stellt Christus auf dem Thron dar, der die Szene der Apokalypse des Heiligen Johannes und der Jünger übersieht. Der Torbogen aus dem 19. Jahrhundert, die arabischen Bögen und die Frescos bilden ein zauberhaftes Ensemble. Auf die Bronzetüren der Mittelpforte ist aufmerksam zu machen. Sie wurden 1060 in Konstantinopel gegossen und anschliessend in den Marmorbogen aus dem 8. Jahrhundert eingesetzt.

Im Inneren der Kathedrale sind wunderschöne Gewölbedekorationen, eine Krypta, das Paradieskloster, eine Büste des Heiligen Andreas, ein Perlmutkreuz aus Jerusalem, ein Gemälde der Madonna mit dem Kind aus dem 15. Jahrhundert und die Kreuzigungskapelle aus dem 13. Jahrhundert zu besichtigen. Die Basilika der Kreuzigung wurde im 9. Jahrhundert gegründet und ist durch das Kloster erreichbar. Dort befindet sich auch das Dommuseum. Supportino Rua, die Hauptstrasse des Mittelalters, das Papiermuseum, die Keramikfabrik und das Mühlental sind weitere Sehenswürdigkeiten von Amalfi.

Ein besonderes Ereignis im Veranstaltungskalender von Amalfi ist die "Historische Regatta der vier Seerepubliken" (Genua, Pisa, Amalfi, Venedig). Die Regatta findet ein Mal aller vier Jahre statt. Vor dem Rennen können die historischen Kostüme der Teilnehmer bewundert werden. Sie haben hier die Möglichkeit die lokale Bevölkerung kennen zu lernen, die die Regatta mit großem Interesse und Leidenschaft verfolgt.

WEB SITE VON AMALFI: www.comune.amalfi.sa.it

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